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1776 erklärten dreizehn nordamerikanische Kolonien ihre Unabhängigkeit von der britischen Krone. Die Entscheidung wirkte weit über Amerika hinaus und prägte auch die politischen Ideen der Französischen Revolution. Die sogenannten Gründungsväter der Vereinigten Staaten von Amerika argumentierten mit naturrechtlichen Ideen der Aufklärung, wonach alle Menschen von Geburt an frei, gleich und mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind. 

Um die insbesondere in Pennsylvania siedelnde deutschsprachige Bevölkerung zu erreichen, erschien die Erklärung wenige Tage nach ihrer Verkündung auch in deutscher Übersetzung. Unter dem Titel Eine Erklärung durch die Repräsentanten der Vereinigten Staaten von America, im General-Congreß versammlet wurden darin die sogenannten „27 Beschwerden“ gegen den britischen König Georg III. aufgeführt, darunter die Beeinflussung der Justiz, die Bedrohung der Bevölkerung durch Berufsarmeen und das Blockieren des Handels „mit allen Theilen der Welt“. 

Der universelle Anspruch der Erklärung stand jedoch in starkem Widerspruch zur Realität. Die Ausdehnung der neuen Vereinigten Staaten beruhte auf der gewaltsamen Verdrängung und Entrechtung indigener Gruppen. Zudem versklavte Thomas Jefferson, Hauptautor der Erklärung, im Laufe seines Lebens etwa 600 Menschen. Freiheit und Gleichheit galten damit nicht für alle.

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