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Das ovale Frontispiz zeigt Phillis Wheatley Peters (um 1753–1784) im Profil, am Schreibtisch sitzend, die Feder in der Hand. Ihr nachdenklicher Blick verweist auf sie als schreibende Intellektuelle. Das Porträt eröffnet ihren ersten und einzigen zu Lebzeiten erschienenen Gedichtband Gedichte zu verschiedenen Themen, religiösen und moralischen (1773). 

Phillis Wheatley wurde als Kind aus dem heutigen Senegal nach Nordamerika verschleppt, in Boston als Versklavte an die Kaufmannsfamilie Wheatley verkauft und nach dem Schiff benannt, auf dem sie entführt wurde (Phillis). Entgegen gängiger Praxis erhielt sie Unterricht im Lesen und Schreiben. Bereits als Jugendliche verfasste sie Gedichte, die rasch Verbreitung in den gebildeten Kreisen Nordamerikas und Großbritanniens fanden. Ihr Werk ist stark von christlich-moralischen Themen geprägt. 

Die Drucklegung ihres Gedichtbandes wurde in London durch wohlhabende Abolitionisten ermöglicht, die ihre Dichtkunst als Beweis der geistigen Fähigkeiten Schwarzer Menschen nutzten. Zeitgenössisch wurde sie sowohl bewundert als auch angegriffen: Voltaire lobte ihre Verse, während Thomas Jefferson ihre literarische Leistung abwertete. 

Nach ihrer Freilassung 1773 heiratete sie den freien Schwarzen Händler John Peters. Ohne finanzielle Unterstützung blieb eine zweite Publikation aus. Phillis Wheatley Peters starb verarmt im jungen Alter von 31 Jahren. Erst posthum, vor allem im 20. Jahrhundert, wurde ihr Werk als zentraler Beitrag zur afroamerikanischen Literatur anerkannt.

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