Absolutismus und Revolution

Wie kommen Herrscher und politische Vertreter an die Macht? Welche Voraussetzungen müssen sie erfüllen, um legitime Vorsteher einer Stadt, eines Landes oder eines Staatengefüges zu werden? In Europa rechtfertigten Monarchen ihre Herrschaft lange mit dem göttlichen Willen. Privilegien und Rechte hingen von der Standeszugehörigkeit ab. Im Zeitalter der Aufklärung leiteten Philosophen und Staatstheoretiker neue Regeln des Zusammenlebens vernunftbasiert her und forderten, die absolute Macht des Herrschers zu kontrollieren und zu teilen. „Aufgeklärte Monarchen“ wie Friedrich II. von Preußen, Joseph II. von Österreich oder Katharina die Große von Russland zeigten Reformbereitschaft, blieben aber in der Praxis weit hinter ihren aufklärerischen Idealen.
Naturrechtliche Ideen, wonach alle Menschen mit gleichen Rechten geboren werden, machten „Gleichheit“ und „Freiheit“ zu politischen Schlagwörtern. Sie beflügelten auch die Französische Revolution, die mit der Stürmung des Bastille-Gefängnisses begann und in politischem Terror und Diktatur endete. Zu dieser Zeit herrschte ein Bekenntniszwang zu den revolutionären Idealen, der mittels eines Ansteckers an Hut oder Kleidung kommuniziert wurde. Auch heute noch werden politische Einstellungen und individuelle Identität durch Kleidung oder symbolische Accessoires mitgeteilt.
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