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Das Frontispiz zu Edward Wards Vulgus Britannicus zeigt ein belebtes Londoner Kaffeehaus. Männer lesen Zeitungen oder Flugblätter, rauchen Pfeife und diskutieren, während im Bildhintergrund eine Frau hinter einem Tresen steht und Bestellungen entgegennimmt. Im Zentrum eskaliert ein Streit: Ein Mann schleudert seinem Gegenüber eine Tasse Kaffee entgegen, ein Dritter versucht vergeblich zu schlichten. Der Titel The Coffehous Mob macht die Szene als satirischen Kommentar auf die Diskussionskultur kenntlich. 

Kaffeehäuser waren im frühen 18. Jahrhundert wichtige neue Orte einer entstehenden Öffentlichkeit. Hier trafen sich Adel und Bürger unterschiedlicher Herkunft, um über Politik, Religion und aktuelle Nachrichten zu debattieren. Gedruckte Medien wie Zeitungen und Flugschriften zirkulierten in diesen Räumen und trugen zur Verbreitung aufklärerischer Ideen bei.

Zugleich waren Kaffee und Tabak Produkte kolonialer Ausbeutung, die durch den transatlantischen Handel und versklavte Arbeit nach Europa gelangten. Die neue Öffentlichkeit beruhte damit auch auf globalen Ungleichheiten. Zudem blieben viele Menschen – etwa Frauen, Arme oder religiöse Minderheiten – von der gleichberechtigten Teilnahme ausgeschlossen. Das Bild zeigt so zugleich das Versprechen und die Grenzen der aufklärerischen Debattenkultur.

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