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Im Rahmen des inklusiven Outreach-Projekts „Aufklärung NOW” beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Klasse H8 der Potsdamer Wilhelm-von-Türk-Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Hören“ und „Sprache“ mit der Grafik The Coffehous Mob („Die Kaffeehaus-Meute“) von 1710. Im 18. Jahrhundert wurden grundlegende Annahmen über Vernunft, Wissen und Religion hinterfragt. Die Ideen der Aufklärung entwickelten und verbreiteten sich in Debatten, die oft in neu entstandenen öffentlichen Räumen wie Kaffeehäusern stattfanden. Zeitungen und Zeitschriften wurden ebenfalls in diesen Räumen gelesen und vorgelesen. Kaffeehäuser öffneten zwar neue Diskussionsräume über starre ständische Hierarchien hinweg, sie konnten dennoch (aufgrund ihres Standes oder Geschlechts) weiterhin nicht von allen besucht werden. Vor diesem historischen Hintergrund reflektierten die Schülerinnen und Schüler, wer im Rahmen gesellschaftlicher Debatten und Diskurse damals und heute eine Stimme hat und wer nicht.

Aus der intensiven Auseinandersetzung der Schulklasse mit den Themen der Aufklärung entstand ein Drehbuch für einen Film. Die Rollen sowie die Co-Regie übernahmen die Schülerinnen und Schüler. Zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, Dolmetscherinnen und Dolmetschern für Deutsche Gebärdensprache (DGS) sowie Bildungsreferentinnen des Deutschen Historischen Museums produzierten sie den Film Streit im Kaffeehaus, der in der Ausstellung „Was ist Aufklärung?“ präsentiert wurde.

Der Film zeigt ein lebhaftes Streitgespräch der Schülerinnen und Schüler in deutscher Gebärdensprache über die Frage, ob es eine Universal-Gebärdensprache anstelle der vielen nationalen Gebärdensprachen geben sollte. Gleichzeitig verhandeln die Jugendlichen Themen der Aufklärung wie Sprache, Religion, Gleichheit und Geschlechterbilder.