1914-18

[Photo: Zerstörtes Dorf an der Front bei Arras, 1917]

[Photo: Trümmer des zerschossenen Stadthauses von Arras, um 1917]



Schlacht bei Arras (2. April bis 20. Mai 1917)


Nach der verlustreichen und erfolglosen Somme-Offensive 1916 strebte der neue französische Generalissimus Georges Robert Nivelle (1858-1924) eine Änderung der Strategie an: Statt wie sein Vorgänger Joseph Joffre durch hohen Einsatz an Menschen und Material auf eine Zermürbung der Mittelmächte zu setzen, wollte er mit einem gezielten Doppelschlag bei zahlenmäßiger Überlegenheit die deutschen Linie an der Westfront durchbrechen. Im März 1917 hatten sich die Deutschen in Erwartung einer Großoffensive der Entente auf die "Siegfriedstellung" zurückgezogen und ihre Verteidigungsmöglichkeiten somit deutlich verbessert. Dennoch zogen die Briten bei Arras 33 Divisionen mit 60 Tanks zusammen. Die britische Offensive begann mit einem mehrtägigen Trommelfeuer, um die vordersten deutschen Linien zu zerstören. Am 9. April 1917 griffen die britischen Verbände auf einer Breite von 25 Kilometern an. In den folgenden fünf Wochen gelang es ihnen mit starker Unterstützung ihrer Luftstreitkräfte, auf der Linie zwischen Lens und Fontaine die Deutschen einige Kilometer zurückzudrängen, ein entscheidender Durchbruch wurde jedoch nirgends erzielt. Auch die zeitgleiche französische Offensive wurde in der Doppelschlacht an der Aisne und in der Champagne aufgehalten und konnte ebenfalls keine größeren Erfolge erreichen. Damit war das strategische Ziel der Entente, einen entscheidenden Durchbruch zu erzielen, wieder einmal fehlgeschlagen.

(mw)

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