1939-45
![[Photo: Zerstörte Brücke über die Bzura bei Sochaczew, 1939]](../../../../objekte/pict/ba130642/200.jpg)
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Die Schlacht an der Bzura (9. bis 19. September 1939)
Schon in den ersten Tagen nach dem deutschen
Überfall auf Polen war es der Wehrmacht gelungen, die polnischen
Verteidigungslinien zu durchbrechen und von Norden und Südwesten
in die Tiefen Polens vorzudringen. Von der deutschen Aufklärung
unbemerkt, vereinigten sich die polnischen Armeen "Poznan"
und "Pomorze" nördlich der Bzura bei Kutno zu neun
Infanteriedivisionen und drei Kavalleriebrigaden. Um den Hauptvorstoß
der Wehrmacht zu durchbrechen, griffen sie die parallel zur polnischen
Rückzugslinie Richtung Warschau vorrückende deutsche
8. Armee unter General Johannes Blaskowitz in der
Flanke und im Rücken an, wodurch diese in eine bedrohliche
Lage geriet.
Während es der 8. Armee nach dem Aufbau einer Verteidigungslinie
an ihrer Nordflanke gelang, den polnischen Durchbruch nach Süden
zu blockieren, leitete der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd,
General Gerd von Rundstedt, eine Umfassung der polnischen
Truppen ein. Von Westen und Norden stieß die 4. Armee in
den Rücken der beiden polnischen Armeen unter General Tadeusz
Kutrzeba (1886-1947) vor. Drei Korps der über zahlreiche
Panzer und schnell bewegliche Verbände verfügenden 10.
Armee kesselten die gegnerischen Streitkräfte südöstlich
im Raum Sochaczew ein. Unterstützt von 820 Flugzeugen, begann
am 16. September der konzentrische Angriff sämtlicher deutscher
Einschließungskräfte. Nach verlustreichen Bemühungen,
im Osten aus dem Kessel an der Bzura auszubrechen, ergaben sich
die eingeschlossenen polnischen Verbände am 19. September.
170.000 Soldaten gerieten nach der größten und entscheidenden
Schlacht im Krieg gegen Polen in deutsche Kriegsgefangenschaft.
(as)
   
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