1939-45
![[Photo: Verhör eines polnischen Gefangenen, 1939]](../../../../objekte/pict/ba111197/200.jpg)
![[Polnische Schirmmütze, 1937]](../../../../objekte/pict/mi009844/200.jpg)
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Die Kesselschlacht bei Radom (8. bis 12. September 1939)
Angesichts der desolaten militärischen Lage vier Tage nach
Beginn des deutschen Überfalls auf Polen ordnete die
polnische Heeresleitung am 5. September 1939 zum Aufbau einer
neuen Verteidigungslinie den Rückzug hinter die Weichsel
an. Sechs Divisionen der nach Pulawy zurückweichenden polnischen
Armee Prusy sammelten sich im Weichselbogen um die
Stadt Radom. Dabei wurden sie von der mit zahlreichen Panzern
und motorisierten Einheiten zügig vorstoßenden
deutschen 10. Armee unter Walter von Reichenau auf der
nördlichen und südlichen Flanke überholt. Während
vorauseilende Panzerspitzen der 10. Armee am 8. September die
Außenbezirke Warschaus erreichten, drehte der rechte Flügel
nach Norden entlang der Weichsel und versperrte der Armee Prusy
den Weg über den Fluss.
Die noch westlich der Weichsel
eingekesselten polnischen Truppen waren den hochtechnisierten
deutschen Verbänden unterlegen. Ab dem 11. September
war die Armee Prusy starken Angriffen der Luftwaffe ausgesetzt. Während drei deutsche Korps
nach Westen zur Schlacht an der Bzura eindrehten, nahm
das Gros der 10. Armee nach der Kapitulation der Prusy-Armee
am 12. September 65.000 polnische Soldaten gefangen. Aus Sicht
der Wehrmacht war die erste Kesselschlacht des Zweiten Weltkriegs ein Erfolg. Die in Polen erprobte Strategie, mit beweglichen
Einheiten in den Rücken gegnerischer Verbände vorzustoßen
und sie in Umfassungsschlachten zu besiegen, wurde dann vor allem 1941 im Krieg gegen die Sowjetunion
umgesetzt.
(as)
   
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