1934
![[Postkarte: Ernst Röhm, 1933/34]](../../objekte/pict/615_2/200.jpg)
![[Landkarte: Französische Deutschlandkarte mit Standorten von Gefängnissen, KZs und Arbeitslagern, 1934]](../../objekte/pict/d2931226/200.jpg)
![[Druckschrift: "Trommler", 1933-1945]](../../objekte/pict/97002407/200.jpg)
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Chronik
- Januar
- 3. 1. Auf Vorschlag von Reichswehrminister Werner
von Blomberg wird Generalleutnant Werner Freiherr von Fritsch
neuer Chef der Heeresleitung.
- 4. 1. US-Präsident Franklin D. Roosevelt betont,
daß die USA sich nicht in die politische Entwicklung Europas
einmischen werden.
- 17. 1. Der österreichische Bundeskanzler Engelbert
Dollfuß verkündet, gegen die Forderungen der deutschen
Regierung nach einem Anschluß Österreichs beim Völkerbund
zu protestieren. Die italienische Regierung unterstützt diese
Position.
- 18. 1. Ein Generalstreik gegen die faschistische Diktatur
in Portugal wird blutig niedergeschlagen.
- 19. 1. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
(NSDAP) lehnt jegliche Forderung nach einer Wiederherstellung
der Monarchie ab.
- 22. 1. In Paris lösen rechtsgerichtete Gruppen schwere
Unruhen gegen die sozialistische Regierung aus.
- 24. 1. Alfred Rosenberg wird Beauftragter für
die weltanschauliche Schulung der NSDAP und ihrer Organisationen.
- 26. 1. Das Deutsche Reich und Polen schließen einen
Nichtangriffspakt.
- 27. 1. Der französische Ministerpräsident Camille
Chautemps (1885-1963) tritt wegen eines Bankenskandals zurück. Sein
Nachfolger wird Édouard Daladier.
- Ex-Kaiser
Wilhelm II. feiert im
niederländischen Doorn seinen 75. Geburtstag.
- Der Chemiker und Nobelpreisträger Fritz Haber stirbt
in Basel.
- 30. 1. Mit dem "Gesetz zum Neuaufbau des Reiches"
verlieren die deutschen Länder ihre Hoheitsrechte und ihre
Volksvertretungen. An die Spitze der "gleichgeschalteten"
Länder werden Reichsstatthalter gestellt.
- Februar
- 6./7. 2. In Paris kommt es zu schweren Straßenschlachten
zwischen rechten Gruppen und der Polizei. Ministerpräsident
Daladier erklärt seinen Rücktritt. Verschiedene Gewerkschaften
rufen gegen die faschistische Bewegung zum Generalstreik auf.
- 7. 2. Innenminister Wilhelm Frick verkündet
die Einrichtung einer Reichsstudentenschaft.
- 9. 2. Der ehemalige französische Präsident Gaston
Doumergue (1863-1937) bildet eine neue Regierung unter Einschluß
aller Parteien außer den Kommunisten.
- Griechenland, Jugoslawien,
Rumänien und die Türkei schließen ein Balkanbündnis
zur Sicherung ihrer territorialen Grenzen.
- 12. 2. In Wien kommt es zu schweren Kämpfen zwischen
der Polizei und bewaffneten Arbeitern, die Sozialdemokraten rufen
den Generalstreik aus. Daraufhin verbietet Dollfuß die Sozialdemokratie
und läßt ihre Führer verhaften.
- 17. 2. Frankreich, Großbritannien und Italien übernehmen
eine Sicherheitsgarantie für die Selbständigkeit Österreichs.
- 20. 2. Der britische Lordsiegelbewahrer Robert Anthony
Eden kommt zu Abrüstungsgesprächen mit Reichskanzler
Adolf Hitler nach Berlin.
- 24. 2. Gertrud Scholtz-Klink wird zur Reichsführerin der Nationalsozialistischen Frauenschaft (NSF) ernannt.
- 28. 2. Propagandaminister Joseph Goebbels empfängt
in Berlin zahlreiche ausländische Pressevertreter und wirbt
um Verständnis für die nationalsozialistische Regierung.
- März
- 8. 3. Hitler eröffnet die Internationale Automobil-
und Motorrad-Ausstellung in Berlin. Er setzt sich für die
Förderung des Automobilwesens ein.
- 12. 3. Minister Werner von Blomberg verkündet den
Ausschluß von Juden aus der Reichswehr.
- 13. 3. Die gewerbliche Wirtschaft wird in Fachgruppen
eingeteilt und dem Führerprinzip unterworfen.
- 16. 3. Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht
bezeichnet die Auslandsschulden des Deutschen Reichs als "politische
Schulden" wegen der Reparationszahlungen des Versailler
Vertrags.
- 17. 3. "Römische Protokolle": Italien sichert
sich durch einen Bündnisvertrag mit Österreich und Ungarn
Einfluß im Donauraum.
- 19. 3. Das amerikanische Repräsentantenhaus billigt
das Gesetz zur Unabhängigkeit der Philippinen.
- 21. 3. Hitler ruft anläßlich einer Baustelleneröffnung
der Reichsautobahn bei München vor 10.000 Anwesenden zur
"Arbeitsschlacht" auf. Die verstärkte Nutzung von
Begriffen aus dem militärischen Sprachgebrauch spiegelt die
fortschreitende Militarisierung im NS-Staat.
- 28. 3. Die Rundfunkanstalten der Länder werden "gleichgeschaltet"
und dem Propagandaministerium angeschlossen.
- Der "Stahlhelm"
wird als Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund
(NSDFB) neugegründet.
- 29. 3. Albert Einstein wird aus dem Deutschen Reich
ausgebürgert.
- 31. 3. Die "Vossische Zeitung", eines der ältesten
deutschen Tagesblätter, stellt ihr Erscheinen ein.
- April
- 2. 4. Mit der Vermauerung der Heiligen Pforte im Petersdom
beendet Papst Pius XI. (1857-1939) das Heilige Jahr.
- 3. 4. Hitler fordert in einem Interview mit einer amerikanischen
Nachrichtenagentur eine Verdreifachung des deutschen 100.000-Mann-Heeres.
- 4. 4. Die Sowjetunion verlängert ihre Nichtangriffspakte
mit den baltischen Staaten.
- 17. 4. Zur Kontrolle der ins Massenhafte angestiegenen
nationalsozialistischen Schriften richtet Rudolf Heß
eine parteiamtliche Prüfungskommission ein.
- 18. 4. Frankreich weist den Revolutionär
Leo D. Trotzki aus, der daraufhin nach Norwegen ins Exil geht.
- 20. 4. Heinrich Himmler wird Leiter des Geheimen
Staatspolizeiamts in Preußen.
- 23. 4. Die Berliner Polizei verbietet jede Form von gewerblicher
Wahrsagerei und den Abdruck von Horoskopen.
- 24. 4. Für politische Straftaten wird als einzig
zuständige juristische Instanz der Volksgerichtshof geschaffen.
- 25. 4. Der spanische Staatspräsident verhängt
wegen der inneren Unruhen den Belagerungszustand über das
Land.
- 28. 4. Zur Eröffnung des neuen Parlaments betont
der italienische König Viktor Emanuel III. die Bedeutung
des Faschismus für das Land.
- 30. 4. Mit der Annahme der Notverordnungen der Regierung
Dollfuß durch das Parlament endet die parlamentarische Republik
in Österreich, das nun ein ständisch gegliederter Staat
wird.
- Mai
- 1. 5. Die deutsche Regierung nutzt den von ihr 1933
eingeführten Feiertag zu einer gigantischen Propagandaschau,
bei der Hitler in Berlin-Tempelhof vor einem Millionenpublikum
spricht.
- Bernhard Rust (1883-1945) wird Leiter des neu geschaffenen
Ministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung.
- 2. 5. Ankündigung eines obligatorischen Haushaltsjahrs
für Schulabgängerinnen. Sie sollen ein Jahr unbezahlt
bei einer Familie die Hauswirtschaft erlernen.
- 5. 5. Der sowjetisch-polnische Nichtangriffspakt wird
erneuert.
- 10. 5. Am ersten Jahrestag der Bücherverbrennung
gründen deutsche Emigranten in Paris die "Freiheitsbibliothek"
mit von den Nationalsozialisten verfemten Büchern.
- 21. 5. Gründung einer "Arbeitsgemeinschaft der
Deutschen Glaubensbewegung", die einen vorchristlichen "deutschen
Glauben" propagiert.
- 26. 5. Das Luftschiff "Graf Zeppelin" startet
in Friedrichshafen zum ersten Flug nach Rio de Janeiro.
- 27. 5. In Dresden eröffnet Hitler die erste deutsche
Theaterwoche mit der Wagner-Oper "Tristan und Isolde".
Zwölf Tage zuvor wurden alle Theater dem Propagandaministerium
unterstellt.
- 29. 5. Auf ihrer ersten Synode konstituiert sich innerhalb
der Evangelischen Kirche die Bekennende Kirche, die aus dem Pfarrernotbund
von Martin Niemöller hervorgeht. In einer Erklärung
wendet sie sich offen gegen den Totalitätsanspruch des nationalsozialistischen
Staats gegenüber der Kirche.
- Juni
- 8. 6. Bei einer Versammlung von 15.000 britischen
Faschisten kommt es zu blutigen Zusammenstößen mit
Kommunisten und Sozialisten.
- 10. 6. Der Ullstein-Verlag wird über eine Tarngesellschaft
vom Propagandaministerium aufgekauft.
- Mit einem Sieg über
die Tschechoslowakei wird Italien in Rom neuer Fußballweltmeister.
- 14. 6. Treffen von Hitler und Mussolini in Venedig. Trotz
einer gemeinsamen Massenkundgebung auf dem Markusplatz mit über
70.000 Menschen bleibt das Verhältnis von Mißtrauen
bestimmt.
- 17. 6. In seiner "Marburger Rede" wendet
sich der deutsche Vizekanzler Franz von Papen gegen die
revolutionären Ziele der Nationalsozialisten. Zahlreiche
Konservative stützen den Vorstoß von Papens, darunter
auch Präsident Paul von Hindenburg. Die Veröffentlichung
der Rede wird sofort verboten. Geschrieben ist die Rede von
Edgar Julius Jung, einem bedeutenden Vertreter der
Konservativen Revolution.
- 23. 6. Mit großem Propagandaaufwand wird in Berlin
eine Sonnenwendfeier veranstaltet. Langfristig will die NSDAP
christliche Feiern und Riten in den Hintergrund drängen.
- 24. 6. Der FC Schalke 04 wird durch einen Sieg über
den 1.FC Nürnberg erstmals Deutscher Fußballmeister.
- 25. 6. Im Zusammenhang mit der "Marburger Rede"
von Papens wird der Publizist Jung verhaftet und fünf Tage
später erschossen.
- 29. 6. Der Vatikan setzt Alfred Rosenbergs "Der Mythus
des 20. Jahrhunderts" auf den Index der verbotenen Bücher.
- 30. 6. Hitler läßt seinen SA-Stabschef und
langjährigen Freund Ernst Röhm sowie andere hochstehende
SA-Führer in einer vorbereiteten Aktion verhaften und ermorden.
Als Vorwand für die Liquidierung der Führung der Sturmabteilung
(SA), die auf eine "zweite Revolution" drängt,
wird eine geplante Revolte genannt, der "Röhm-Putsch".
Im Zusammenhang mit dem "Röhm-Putsch" werden insgesamt
etwa 200 Oppositionelle ermordet, unter ihnen Gregor Strasser,
Gustav Ritter von Kahr und General Kurt von Schleicher.
Die SA verliert an Bedeutung, die Reichswehrführung unterläßt
Proteste gegen die Ermordung von zwei Generalen.
- Juli
- 5. 7. In Rumänien werden die NS-Organisationen
der deutschen Minderheit aufgelöst.
- 6. 7. Konstantin Hierl (1875-1955) wird neuer Reichsarbeitsführer
(1935: Reichskommissar für den freiwilligen Arbeitsdienst).
Kurz darauf kündigt er die Arbeitsdienstpflicht an.
- 9. 7. Die Konzentrationslager (KZ) werden Himmler unterstellt
und mit Schutzstaffel (SS)-Wachmannschaften besetzt.
- 10. 7. Der Dichter Erich Mühsam stirbt nach
Mißhandlungen im KZ Oranienburg.
- 20. 7. Hitler erhebt die bisher der SA unterstehende SS
zur selbständigen Organisation.
- 25. 7. In Wien wird Bundeskanzler Dollfuß bei einem
Putsch von Nationalsozialisten ermordet. Der Aufstand wird vom
Unterrichtsminister Kurt Schuschnigg niedergeschlagen,
der fünf Tage später neuer Bundeskanzler wird.
- 26. 7. Hitler entläßt von Papen aus dem Kabinett
und schickt ihn als Sondergesandten nach Wien. Das Amt des Vizekanzlers
bleibt unbesetzt.
- 30. 7. Für den erkrankten Kurt Schmitt (1886-1950) übernimmt
Reichsbankpräsident Schacht das Wirtschaftsministerium.
- August
- 1. 8. Für Mitglieder der Hitler-Jugend (HJ) wird
der Samstag als schulfreier Tag eingeführt.
- 2. 8. Hindenburg stirbt mit 86 Jahren auf seinem Gut Neudeck.
Hitler übernimmt nun auch das Amt des Reichspräsidenten.
Er nennt sich fortan "Führer und Reichskanzler".
Die Reichswehr wird von nun an nicht mehr auf die Verfassung,
sondern auf die Person Hitlers vereidigt.
- 5. 8. In einem Interview mit der "Daily Mail"
schließt Hitler einen Krieg gegen Großbritannien als
"Verbrechen gegen die eigene Rasse" aus.
- Roosevelt
erklärt den wirtschaftlichen Wiederaufschwung der USA dank
des "New Deal" als gelungen.
- 7. 8. Hindenburg wird im Tannenbergdenkmal mit
einem Staatsakt beigesetzt.
- 24. 8. Der ökumenische Rat der Protestantischen Kirche
betont auf einem Kongreß in Dänemark seine Unterstützung
für die Bekennende Kirche in Deutschland.
- 26. 8. Auf einer "Treuekundgebung" bezeichnet
Hitler das unter französischer Verwaltung stehende Saargebiet
als "einzige Territorialfrage zwischen Frankreich und Deutschland".
- September
- 1. 9. Reichsbankpräsident Schacht fordert einen
internationalen Zahlungsaufschub für die Schulden des Deutschen
Reichs. Außerdem spricht er sich für die Beschränkung
von Rohstoffimporten aus.
- 4. - 10. 9. Auf dem VI. Reichsparteitag erklärt Hitler
den Abschluß der "nationalsozialistischen Revolution".
Neues Ziel der NSDAP sei die Schaffung einer Führerelite.
-
- 12. 9. Die baltischen Staaten schließen einen Pakt
zur Zusammenarbeit.
- 18. 9. Die Sowjetunion wird Mitglied des Völkerbunds.
- 19. 9. Die italienische Regierung richtet Jugendorganisationen
für die militärische Vorausbildung vom achten bis zum
18. Lebensjahr ein.
- 23. 9. Mit der Ernennung von Ludwig Müller (1883-1945)
zum Reichsbischof bricht der Streit in der Evangelischen Kirche
über die Haltung gegenüber der Regierung offen aus.
- 26. 9. Der Passagierdampfer "Queen Mary" läuft
als größtes Schiff der Welt in Clydebank (bei Glasgow)
vom Stapel.
- 27. 9. Frankreich, Großbritannien und Italien erklären
gemeinsam die Notwendigkeit eines unabhängigen Österreich.
- Oktober
- 6. 10. Nach Ausrufung des Generalstreiks und schweren
Kämpfen zwischen rechten und linken Gruppen verhängt
die spanische Regierung den Kriegszustand über das Land.
In Barcelona rufen die Katalanen eine unabhänge Republik
aus.
- 9. 10. In Marseille wird König Alexander I. (1888-1934)
von Jugoslawien von mazedonischen und kroatischen Nationalisten
ermordet. Auch der französische Außenmininster Louis
Barthou (1862-1934) kommt dabei ums Leben.
- 15. 10. Der Verleger Samuel Fischer (1859-1934) stirbt in Berlin.
- 16. 10. Die Bezeichnung "Führer" wird ausschließlich
auf die Person Hitlers festgelegt.
- Mit neuen Steuergesetzen werden
kinderreiche Familien begünstigt.
- 20. 10. Die Bekennende Kirche verkündet das Notrecht
und will sich durch Schaffung eigener Organe der Einordnung in
den NS-Staat entziehen.
- 21. 10. Erste Großkundgebung der Sudetendeutschen
Heimatfront mit etwa 20.000 Menschen in Leipa (heute: Ceská
Lípa).
- 31. 10. Der österreichische Bundeskanzler Schuschnigg
erklärt den autoritären Ständestaat als notwendig
zur Überwindung des Parteienstreits.
- November
- 1. 11.
Die Deutsche Kolonialgesellschaft erklärt die
Wiederaufnahme einer deutschen Kolonialpolitik als reine Zeitfrage.
- 3. 11. Die deutsche Regierung läßt weitere
Kritiker ausbürgern, unter ihnen das ehemalige NSDAP-Mitglied
Otto Strasser und den Kommunisten Erich Weinert (1890-1953).
- 6. 11. Bei den Wahlen zum amerikanischen Repräsentantenhaus
erringen die Demokraten einen deutlichen Sieg, der als Zustimmung
für Roosevelts Politik gewertet wird.
- 8. 11. Der französische Ministerpräsident Doumergue
tritt zurück, weil er seine Pläne zur Beschränkung
der Parlamentsrechte nicht durchsetzen kann. Sein Nachfolger wird
Pierre Étienne Flandin (1889-1958).
- 14. 11. Das britische Kriegsministerium kündet die
Einrichtung von neuen Militärflughäfen an und schürt
damit die kontroverse Debatte um eine Aufrüstung Großbritanniens.
- 16. 11. Tod des Malers und Schriftstellers Joachim Ringelnatz in Berlin.
- 25. 11. Der Dirigent Wilhelm Furtwängler,
Direktor der Berliner Staatsoper, setzt sich in einem offenen
Brief für den von den Nationalsozialisten verfemten Komponisten
Paul Hindemith ein.
- 26. 11. In Prag kommt es anläßlich der Schließung
der deutschen Universität zu schweren Auseinandersetzungen
zwischen deutschen und tschechischen Studenten.
- Dezember
- 1. 12. Der sowjetische Politiker Sergej Kirow (1886-1934)
wird in Kiew ermordet. Dies führt zur ersten Welle von Schauprozessen
und zur Auflösung der innerparteilichen Opposition der KPdSU.
- 3. 12. In Rom werden die internationalen Verhandlungen
zur Volksabstimmung im Saargebiet abgeschlossen.
- 4. 12. Furtwängler legt seine Ämter als Leiter
der Berliner Philharmoniker und Direktor der Staatsoper wegen
der Auseinandersetzungen mit den NS-Kulturbehörden nieder.
- 6. 12. Hitler entläßt Gottfried Feder
als Reichskommissar für das Siedlungswesen.
- 12. 12. Für Studenten werden sportliche Prüfungen
Pflichtbestandteil des Studiums.
- 13. 12. Die Regierung verabschiedet ein "Gesetz zur
Sicherung hochwertigen Erbguts von Waldbäumen".
- 16. 12. Auf italienische Einladung findet in Montreux
(Schweiz) ein Kongreß der faschistischen Parteien Europas
statt.
- Außerdem:
- Jean Cocteau (1889-1963): Die Höllenmaschine (Drama)
- Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt
(Roman)
- Robert Graves (1895-1985): Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Roman)
- Gustaf Gründgens: Die Finanzen des Großherzogs
(Film)
- Alfred Hitchcock (1899-1980): Der Mann, der zuviel wußte (Film)
- Henry Miller (1891-1980): Wendekreis des Krebses (Roman)
(mw)
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