Chronik 1943

JANUAR
  • 1. 1.
    Der Rückzug der Wehrmacht aus dem Kaukasus beginnt.
  • 5. 1.
    Bulgarien sagt den Achsenmächten seine Unterstützung im Falle einer alliierten Offensive auf dem Balkan zu.
  • 6. 1.
    Um den U-Boot-Bau voranzutreiben, ordnet Adolf Hitler den Baustopp für Großkampfschiffe an. Großadmiral Erich Raeder tritt daraufhin als Oberbefehlshaber der Marine zurück und wird durch Großadmiral Karl Dönitz ersetzt.
  • 10. 1.
    Da Generaloberst Friedrich Paulus die Kapitulation der eingeschlossenen deutschen 6. Armee ablehnt, beginnt die Rote Armee die Eroberung von Stalingrad.
  • Der rumänische Staatschef Ion Antonescu (1882-1946) trifft zu Gesprächen mit Hitler in dessen Hauptquartier "Wolfsschanze" (bei Rastenburg/Ostpreußen) ein.
  • 14. - 24. 1.
    Auf der Konferenz von Casablanca beraten US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Ministerpräsident Winston Churchill über die Fortführung des Kriegs. Sie fordern eine bedingungslose Kapitulation Deutschlands.
  • 18. 1.
    Der Roten Armee gelingt es, den deutschen Belagerungsring um Leningrad (heute: St. Petersburg) aufzubrechen.
  • 19. 1.
    Rumänien schlägt Italiens Staatschef Benito Mussolini vor, im Namen der Verbündeten des Deutschen Reichs mit den Westalliierten Kontakt aufzunehmen.
  • 20. 1.
    Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und der japanische Botschafter unterzeichnen in der "Wolfsschanze" ein Wirtschaftsabkommen.
  • 21. 1.
    Die deutschen und italienischen Verbände in Nordafrika ziehen sich nach Tripolis zurück.
  • 22. 1.
    Hitler entlässt Hjalmar Schacht aus dem Kabinett. Seit 1937 gehörte Schacht dem Kabinett nur noch als Minister ohne Geschäftsbereich an.
  • 25. 1.
    In Marseille findet eine Großrazzia statt, bei der 40.000 Menschen zur Deportation verhaftet werden.
  • Die deutschen Truppen in Stalingrad werden in zwei Kessel getrennt.
  • 30. 1.
    Schutzstaffel (SS)-Gruppenführer Ernst Kaltenbrunner wird Nachfolger des ermordeten Reinhard Heydrich als Chef des Sicherheitsdienstes (SD).
  • 31. 1.
    Gegen den ausdrücklichen Befehls Hitlers kapituliert der südliche Kessel von Stalingrad unter Generaloberst Paulus. Zuvor hatte Paulus auf Anweisung Hitlers jeglichen Versuch unterlassen, aus dem Kessel auszubrechen.  
FEBRUAR
  • 2. 2.
    Mit der Kapitulation der letzten Wehrmachtstruppen in Stalingrad gehen über 100.000 Soldaten in sowjetische Gefangenschaft.
  • 4. 2.
    Reichswirtschaftsminister Walther Funk befiehlt, alle nicht kriegswichtigen Betriebe des Handwerks, Handels und Gaststättengewerbes zu schließen.
  • In Zürich wird das Theaterstück "Der gute Mensch von Sezuan" von Bertolt Brecht uraufgeführt.
  • 5. 2.
    In der italienischen Regierung übernimmt Ministerpräsident Mussolini zusätzlich das Amt des Außenministers.
  • 10. 2.
    Die amerikanische Regierung erhöht in Betrieben, die für den Staat und die Kriegsproduktion arbeiten, die Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden.
  • 11. 2.
    Im Deutschen Reich beginnt die zwangsweise Rekrutierung von Fünfzehnjährigen als Luftwaffenhelfer.
  • 14. 2.
    Um der Roten Armee nur "verbrannte Erde" zu hinterlassen, ordnet Hitler für den Rückzug der Wehrmacht im Osten die völlige Zerstörung an.
  • 16. 2.
    Sowjetische Einheiten beginnen die Eroberung Charkows (Ukraine).
  • 18. 2.
    In einer Rede im Berliner Sportpalast verkündet Propagandaminister Joseph Goebbels den "Totalen Krieg". Seine Rede findet Beifall.
  • Beim Verteilen von Flugblättern in der Münchener Universität werden die Geschwister Hans Scholl und Sophie Scholl von der Gestapo verhaftet und kurz darauf zum Tod verurteilt.
  • 21. 2.
    Als Generalinspekteur der Panzerwaffe erhält Generaloberst Heinz Guderian das erste Mal seit seiner Entlassung 1941 wieder ein Kommando in der Wehrmacht.
  • 23. 2.
    Die deutschen und italienischen Truppen in Nordafrika werden unter Generalfeldmarschall Erwin Rommel zur Heeresgruppe Afrika zusammengelegt.
  • 24. 2.
    Nach einer Anweisung Hitlers sind Befehlsverweigerer der Wehrmacht "auf der Stelle zu erschießen".  
MÄRZ
  • 2. 3.
    Die Sowjetunion lehnt die Forderung der polnischen Exilregierung ab, die gemeinsame Grenze von 1939 wiederherzustellen, und beansprucht das von ihr besetzte Gebiet.
  • 5. 3.
    Die Alliierten beginnen mit schweren Bombenangriffe auf das Ruhrgebiet.
  • Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Universum-Film AG (Ufa) wird der Film "Münchhausen" mit Hans Albers uraufgeführt.
  • 9. 3.
    Der inzwischen erfolglos kämpfende Rommel wird von seinem Kommando über die Heeresgruppe Afrika entbunden. Sein Nachfolger wird Generaloberst Hans-Jürgen von Arnim.
  • 12. 3.
    Die USA verlängern das Leih- und Pachtgesetz zur Unterstützung der Kriegswirtschaft der Verbündeten.
  • 13. 3.
    Ein von der Widerstandsgruppe um Oberst Henning von Tresckow geplantes Bombenattentat auf Hitler scheitert.
  • 20. 3.
    Im Atlantik versenken deutsche U-Boote bei der größten Geleitzugschlacht des Kriegs 21 Schiffe der Alliierten.
  • 21.3.
    Versuch eines Attentats auf Hitler durch Oberst Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff (1905-1980) während einer Ausstellungseröffnung im Berliner Zeughaus.
  • 26. 3.
    In einem geheimen Schreiben an verschiedene Generale fordert Carl Friedrich Goerdeler zum Staatsstreich gegen Hitler auf.
  • 28. 3.
    Tod des russischen Komponisten Sergej W. Rachmaninow (1873-1943) in Los Angeles.  
APRIL
  • 1. 4.
    Bei dreitägigen Verhandlungen in Rom versucht der ungarische Ministerpräsident, den italienischen Staatschef Mussolini zu einem Seperatfriedensangebot zu bewegen.
  • Uraufführung des Films "Karneval der Liebe" mit Johannes Heesters (1903-2011).
  • 5. 4.
    Die Politiker Léon Blum und Édouard Daladier werden im Deutschen Reich interniert, um die Bildung einer französischen Exilregierung zu verhindern.
  • Die Gestapo verhaftet mehrere Regimegegner aus verschiedenen Widerstandskreisen, darunter auch den Theologen Dietrich Bonhoeffer.
  • 7. 4.
    Mit dem Zusammentreffen britischer und amerikanischer Verbände beginnt die Einkesselung der deutsch-italienischen Truppen in Tunesien.
  • Bei einem Besuch in Salzburg drängt Mussolini Hitler erneut zu einem Frieden mit der Sowjetunion.
  • 13. 4.
    Die deutsche Presse verbreitet die Nachricht, dass die Wehrmacht im Februar 1943 in Katyn (bei Smolensk) die Leichen von 4.000 polnischen Offizieren entdeckt hat, die 1940 von Sowjets ermordet worden sind. Das NS-Regime erhofft sich von der Nachricht eine Schwächung der Anti-Hitler-Koalition. Erst 1990 übernimmt die Sowjetunion offiziell die Verantwortung für die von Josef W. Stalin angeordnete Ermordung der polnischen Offiziere.
  • 14. 4.
    Im Konzentrationslager (KZ) Sachsenhausen stirbt Stalins ältester Sohn. Noch kurz zuvor hatte Stalin die Gefangennahme seines Sohns geleugnet.
  • 18. 4.
    Mit der Anordnung zum Rücktransport endet der Einsatz italienischer Einheiten an der Ostfront.
  • 19. 4.
    Im Warschauer Ghetto, aus dem bereits 300.000 Juden deportiert worden sind, beginnt ein Aufstand, der bis zur kompletten Auflösung des Ghettos am 16. Mai andauert. Mit einer alliierten Großoffensive beginnt der Endkampf in Tunesien.
  • 20. 4.
    Die Essener Krupp-Werke planen die Errichtung eines Werkes nahe dem KZ Auschwitz.
  • 21. 4.
    Reichsjustizminister Otto Georg Thierack ordnet die Deportation von polnischen und jüdischen Häftlingen aus den Gefängnissen in Konzentrationslager an.
  • 29. 4.
    Hitler empfängt den französischen Ministerpräsidenten Pierre Laval und fordert von ihm mehr Arbeitskräfte.
  • 30. 4.
    Der Reichskommissar Arthur Seyß-Inquart verhängt über die Niederlande den Ausnahmezustand. Es war nach der erneuten Internierung von Zwangsarbeitern zu einem Generalstreik gekommen.  
MAI
  • 4. 5.
    Stalin erklärt eine enge Zusammenarbeit der Sowjetunion mit Polen für wünschenswert.
  • 7. 5.
    Mit der Einnahme von Tunis durch alliierte Truppen wird die deutsch-italienische Heeresgruppe Afrika in zwei Teile gespalten.
  • 12. 5.
    US-Präsident Roosevelt stimmt der Ausweisung der Sudetendeutschen aus der "Tschechei" nach Kriegsende grundsätzlich zu.
  • 13. 5.
    Die letzten deutschen Einheiten in Nordafrika kapitulieren.
  • 15. 5.
    Stalin lässt die Kommunistische Internationale (Komintern) auflösen, um sich der alliierten Unterstützung zu versichern.
  • 16. 5.
    Mit der Zerstörung der Synagoge ist der Aufstand im Warschauer Ghetto endgültig niedergeschlagen. Mehr als 50.000 Juden sind dabei ums Leben gekommen.
  • 17. 5.
    Durch britische Bombenangriffe werden die Möhne- und die Edertalsperre zerstört. Bei der dadurch ausgelösten Überflutung sterben 1.200 Menschen.
  • 24. 5.
    Großadmiral Dönitz beendet aufgrund der hohen Verluste den Einsatz von U-Booten gegen Geleitzüge der Alliierten im Nordatlantik.
  • 27. 5.
    In Paris verbrennen die deutschen Besatzer rund 500 Kunstwerke, darunter Bilder von Paul Klee, Max Ernst und Pablo Picasso.
  • 31. 5.
    Nach Verhandlungen mit dem französischen Befreiungskomitee schließen sich französische Kriegsschiffe, die im Hafen von Alexandria liegen, der alliierten Flotte an.  
JUNI
  • 3. 6.
    In Algier bildet der französische General Charles de Gaulle mit seinem bisherigen Konkurrenten Henri-Honore Giraud (1879-1949) das "Komitee der nationalen Befreiung".
  • In Paris wird das Drama "Die Fliegen" von Jean-Paul Sartre uraufgeführt.
  • 5. 6.
    Aus den Niederlanden werden 1.250 Kinder unter sechzehn Jahren deportiert und im KZ Sobibor vergast. Anne Frank berichtet in ihrem Tagebuch darüber.
  • 7. 6.
    Der Reichsführer SS Heinrich Himmler wird über die Ergebnisse von medizinischen Experimenten mit Menschen informiert: Im KZ Ravensbrück wurden Frauen zur Untersuchung von Sterilisationsmethoden missbraucht.
  • 10. 6.
    Die Westalliierten beginnen mit ihrer kombinierten Bomberoffensive gegen Deutschland. Die Briten bombardieren nachts, die Amerikaner tagsüber.
  • 15. 6.
    Ganze Schulklassen werden von nun an wegen Luftkriegsgefahr geschlossen verlegt. Die Evakuierung von Kindern wird massiv verstärkt.
  • 21. 6.
    Himmler befiehlt die Auflösung aller jüdischen Ghettos in Polen. Der Weg der Juden führt über die Vernichtungslager in den Tod.
  • Hitler ordnet ein zentrales Standgericht für Wehrmachtssoldaten an.
  • 28. 6.
    Bei einem Bombenangriff auf Köln wird der Dom schwer beschädigt.  
JULI
  • 1. 7.
    Die Juden im Deutschen Reich verlieren sämtlichen Rechtsschutz und werden unter Polizeirecht gestellt.
  • 5. 7.
    An der Ostfront beginnt die letzte große Offensive der Wehrmacht. Sie muss bald darauf abgebrochen werden.
  • 7. 7.
    In der "Wolfsschanze" (bei Rastenburg/Ostpreußen) erklärt der Leiter der Raketenversuchsanstalt in Peenemünde, Wernher von Braun, Hitler den Entwicklungsstand der V2-Rakete.
  • 10. 7.
    Ohne auf großen Widerstand zu stoßen, landen amerikanische und britische Truppen auf Sizilien.
  • 12. 7.
    In Krasnogorsk bei Moskau wird das Nationalkomitee "Freies Deutschland" (NKFD) von Exilvertretern der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gebildet.
  • 15. 7.
    Als Vergeltung für Partisanenangriffe verüben die Deutschen im polnischen Bezirk Bialystok Terrorakte: Dörfer werden zerstört, ihre Einwohner ermordet.
  • 17. 7.
    Die Truppen der Achsenmächte räumen den westlichen Teil Siziliens.
  • 19. 7.
    Bei Besprechungen mit Hitler in Feltre (Venetien) erfährt Mussolini vom ersten Bombenangriff der Alliierten auf Rom.
  • 22. 7.
    Amerikanische Einheiten marschieren in Palermo ein.
  • 24. 7.
    Mussolini wird vom "Großen Faschistischen Rat" abgesetzt und einen Tag später auf Befehl von König Viktor Emanuel III. verhaftet.
  • 27. 7.
    Der neue italienische Ministerpräsident Marschall Pietro Badoglio (1871-1956) löst die faschistische Partei und den "Großen Faschistischen Rat" auf. Am nächsten Tag erklärt Badoglio die Fortsetzung des Kriegs gegen die Alliierten.
  • 30. 7.
    General de Gaulle bildet in Algier eine französische Exilregierung.
  • 31. 7.
    Rom wird zur "offenen Stadt" erklärt.  
AUGUST
  • 1. 8.
    Einheiten der Wehrmacht überqueren die italienische Grenze und bereiten sich auf die Machtübernahme in Ober- und Mittelitalien vor.
  • Goebbels fordert die nicht kämpfende Zivilbevölkerung Berlins zur Evakuierung auf.
  • 7. 8.
    In Hamburg werden im Zuge der "Euthanasie" über 500 Patienten der Psychiatrie zur Ermordung deportiert.
  • 12. 8.
    In Lissabon verhandeln italienische Vertreter mit den Alliierten über Waffenstillstandsbedingungen.
  • 14. 8.
    Das berühmte "Scala"-Theater in Mailand wird bei einem britischen Bombenangriff zerstört.
  • 16. 8.
    Im jüdischen Ghetto von Bialystok kommt es zu einem vergeblichen Aufstand gegen die bevorstehende Deportation.
  • 17. 8.
    Die letzten Truppen der Achsenmächte räumen Sizilien.
  • Die Raketenversuchseinrichtungen in Peenemünde werden durch Luftangriffe stark beschädigt.
  • 23. 8.
    Die Rote Armee erobert während ihrer Sommeroffensive die Stadt Charkow (Ukraine) zurück.
  • 24. 8.
    Himmler wird Nachfolger von Wilhelm Frick im Amt des Reichsinnenministers. Großbritannien und die USA erkennen das Nationalkomitee de Gaulles in Algier an.
  • 29. 8.
    Wegen des stärker werdenden Widerstands verhängt die deutsche Militärregierung über Dänemark den Ausnahmezustand.  
SEPTEMBER
  • 3. 9.
    Italien und die Alliierten einigen sich auf einen zunächst geheimgehaltenen Waffenstillstand.
  • Britische Truppen betreten in Kalabrien das italienische Festland.
  • 8. 9.
    General Dwight D. Eisenhower gibt den Waffenstillstand mit Italien bekannt.
  • Die deutsche Wehrmacht beginnt den Rückzug aus dem Donezbecken.
  • 9. 9.
    Ungarn einigt sich mit den Westmächten auf den Abschluss eines Waffenstillstands.
  • In Zürich wird Brechts "Leben des Galilei" in seiner ersten Fassung uraufgeführt.
  • 10. 9.
    Deutsche Truppen besetzen Rom und die Alpenpässe.
  • 12. 9.
    Ein deutsches Spezialkommando befreit den inhaftierten Mussolini und bringt ihn zu Hitler in die "Wolfsschanze" (bei Rastenburg/Ostpreußen).
  • 13. 9.
    Französische Truppen de Gaulles landen auf Korsika.
  • 18. 9.
    In einer Rundfunkansprache ruft Mussolini von München aus die "Soziale Republik Italien" mit einer faschistischen Gegenregierung aus.
  • 21. 9.
    Die Wehrmacht berichtet über die erfolgreiche Entwaffnung italienischer Einheiten. Der Entwaffnung widersetzen sich in Griechenland viele Verbände, rund 4.000 italienische Soldaten werden von Deutschen getötet.
  • 24. 9.
    Das russische Smolensk wird von der Wehrmacht aufgegeben.  
OKTOBER
  • 1. 10.
    Die deutschen Besatzungstruppen wollen die über 8.000 in Dänemark lebenden Juden für die Deportation verhaften. Die meisten Juden können sich jedoch durch eine rechtzeitig organisierte Flucht nach Schweden retten.
  • Die alliierten Truppen nehmen Neapel ein.
  • 4. 10.
    In Posen hält Heinrich Himmler vor ranghohen SS-Offizieren eine Rede, in der er offen und unmissverständlich über die "Ausrottung der Juden" spricht.
  • 5. 10.
    Die Deutschen räumen die Insel Korsika.
  • 6. 10.
    Aufhebung des Ausnahmezustands in Dänemark.
  • 13. 10.
    Die italienische Regierung unter Marschall Badoglio erklärt dem Deutschen Reich den Krieg. Die Westmächte erkennen Italien als Verbündeten an.
  • 15. 10.
    In Berlin wird der Film "Ein glücklicher Mensch" mit Victor de Kowa (1904-1973) erstmalig gezeigt.
  • 17. 10.
    Zum ersten Mal tauschen die Alliierten und das Deutsche Reich verletzte Kriegsgefangene aus.
  • 18. 10.
    In Rom beginnt die Deportation von 1.000 Juden in das KZ Auschwitz.
  • 19. 10.
    Bei einem Treffen der Außenminister der Sowjetunion, der USA und Großbritanniens in Moskau werden die Verurteilung des NS-Regimes durch einen internationalen Gerichtshof und Gebietsabtretungen des Deutschen Reichs beschlossen.
  • 23. 10.
    Die schwedische Regierung erklärt, dieses Jahr keine Nobelpreise zu vergeben.
  • 28. 10.
    Hitler stoppt die bereits eingeleitete Räumung der Halbinsel Krim.
  • 30. 10.
    Tod des Schauspielers und Regisseurs Max Reinhardt in New York.  
NOVEMBER
  • 1. 11.
    Ein sowjetischer Vorstoß zum Dnepr schneidet die deutschen Einheiten auf der Krim von den Landverbindungen ab.
  • 3. 11.
    In seiner letzten strategischen Weisung an das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) ordnet Hitler die Konzentration auf die Verteidigung im Westen an.
  • Auf Befehl Himmlers werden nach der Schließung von fünf SS-Betrieben in Lublin 17.000 jüdische Zwangsarbeiter ermordet.
  • 6. 11.
    Die Rote Armee erobert die ukrainische Hauptstadt Kiew.
  • 8. 11.
    In seiner letzten Rundfunkansprache fordert Hitler ein rigoroses Vorgehen gegen Defaitisten und Kriegsgegner.
  • 9. 11.
    Nach dem Austritt Girauds wird de Gaulle alleiniger Führer des französischen Befreiungskomitees.
  • 15. 11.
    Als zweiter Teil der "Atriden-Tetralogie" wird in Wien das Schauspiel "Iphigenie in Aulis" von Gerhart Hauptmann uraufgeführt.
  • 18. 11.
    Der Roman "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse erscheint in der Schweiz.
  • 22. 11.
    Die Kommandanten der KZ erhalten die Weisung, die tägliche Arbeitszeit der Häftlinge von elf Stunden auch im Winter beizubehalten.
  • 28. 11. - 1. 12.
    Auf der Konferenz von Teheran beschließen Stalin, Roosevelt und Churchill entscheidende Grundlagen einer europäischen Nachkriegsordnung.
  • 29. 11.
    Josip Broz Tito wird vom Partisanenrat zum Führer des "Nationalkomitees zur Befreiung Jugoslawiens" ernannt.  
DEZEMBER
  • 1. 12.
    Mussolini ordnet die Inhaftierung aller Juden und ihre Verbringung in KZ an.
  • 5. 12.
    Hitler befiehlt den vordringlichen Bau des Düsenjägers Me 262 zum Bombereinsatz.
  • 10. 12.
    Privater Weihnachtsreiseverkehr im Deutschen Reich wird verboten.
  • 14. 12.
    Bei einer Tagung der Reichspropagandaämter erklärt Goebbels, dass der alliierte Bombenkrieg die Widerstandskraft der deutschen Bevölkerung nur stärke.
  • 15. 12.
    Während die Sowjetunion Titos Befreiungskomitee als jugoslawische Regierung anerkennt, ernennen die Westmächte Tito nur zum "gleichberechtigten alliierten Befehlshaber".
  • 17. 12.
    In Berlin hat der Farbspielfilm "Immensee" mit Otto Gebühr Premiere.
  • 18. 12.
    In Mailand, Turin und Venedig kommt es zu großen Arbeiterstreiks und Friedenskundgebungen.
  • 23. 12.
    Hitler beauftragt Albert Speer mit Planungen zum Wiederaufbau der deutschen Städte.
  • 24. 12.
    General Eisenhower wird Oberbefehlshaber für die geplante Invasion in Frankreich.
  • 26. 12.
    Bei einem Angriff auf einen Geleitzug wird das deutsche Schlachtschiff "Scharnhorst" im Nordmeer versenkt.
  • 30. 12.
    Die deutsche Front in der Ukraine wird an vielen Stellen von der vorrückenden Roten Armee durchbrochen.  

Dorlis Blume/Manfred Wichmann
6. Januar 2015

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