1940
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Chronik
- Januar
- 1. 1.
Für Studenten wird ein kriegswirtschaftlicher Zwangsdienst
während der ersten drei Semester eingeführt.
- 4. 1.
Hermann Göring wird zum Leiter der Kriegswirtschaft ernannt.
- In New York wird der Film "Früchte des Zorns" von John
Ford (1895-1973) uraufgeführt.
- 5. 1.
Der britische Kriegsminister Leslie Hore-Belisha (1893-1957) tritt
nach Auseinandersetzungen mit der Militärführung
zurück. Sein Nachfolger wird der bisherige Handelsminister
Oliver Stanley.
- 8. 1.
Mit zwei gewonnenen Schlachten gelingt es der finnischen Armee, den
Vormarsch der sowjetischen Truppen zu stoppen.
- 10. 1.
Durch die Notlandung eines Kurierflugzeugs in Belgien werden Teile des
deutschen Aufmarschplans an der Westfront den Alliierten bekannt.
Daraufhin verbietet Hitler die Weitergabe geheimer Planungen an
nachgeordnete Dienststellen.
- 11. 1.
Nach einem neuen Plan soll das Reichsautobahnnetz auf die annektierten
Gebiete ausgedehnt werden. Trotz dieser Planung kommt der
Autobahnbau völlig zum Erliegen.
- 17. 1.
Das französische Parlament entzieht allen kommunistischen
Abgeordneten, die sich nicht von der Dritten Internationalen losgesagt
haben, ihr Mandat.
- 23. 1.
Juden in Deutschland wird der Bezug von Schuhen und Leder verboten.
- 26. 1.
Die vereinbarte Umsiedlung von Deutschen aus dem sowjetisch besetzten
Polen in das Deutsche Reich wird abgeschlossen. Zehntausende von
Umsiedlern sind in den letzten beiden Monaten aus Polen und aus den
baltischen Staaten in das Reichsgebiet gekommen.
- 27. 1.
Die deutsche Regierung fordert für die Kriegswirtschaft die
Bereitstellung von mindestens 1 Million Arbeitern aus dem
Generalgouvernement.
- Februar
- 2. 2.
Propagandaminister Joseph Goebbels erklärt den Film zu einem wichtigen Instrument der
Moralsteigerung während des Kriegs. Deshalb dürften Filme
nicht intellektuell sein.
- 11. 2.
Die Sowjetunion und das Deutsche Reich schließen ein
Wirtschaftsabkommen, das den Austausch kriegswichtiger Rohstoffe
vorsieht.
- Der Roten Armee gelingt mit einer Großoffensive der Durchbruch
durch die finnische Verteidigungslinie.
- 13. 2.
Das Parteigericht der
Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands
(NSDAP) enthebt den Gauleiter und Herausgeber des
"Stürmer"
Julius Streicher
aller Parteiämter. Der umstrittene Streicher hatte wegen eines
Angriffs auf Göring Redeverbot erhalten.
- 16. 2.
Ein britischer Kreuzer entert in norwegischen Gewässern das
deutsche Versorgungsschiff "Altmark" mit 300 britischen
Kriegsgefangenen an Bord. Daraufhin beschleunigt sich die deutsche
Vorbereitung für die Besetzung Norwegens.
- Uraufführung des Films "Ein Mann auf Abwegen" mit
Hans Albers.
- 22. 2.
In Frankreich werden Planungen für eine Intervention in der
Sowjetunion zur Zerstörung der Erdölzentren Baku und Batumi
entworfen.
- 24. 2.
Der ehemalige deutsche Botschafter Ulrich von Hassell legt für die bürgerliche Widerstandsgruppe um Carl Friedrich Goerdeler einen Plan zum Putsch gegen das NS-Regime vor.
- 29. 2.
Palästina wird von der britischen Mandatsverwaltung in drei Zonen
aufgeteilt, um die Siedlung von Arabern und Juden zu regeln.
- März
- 7. 3.
Das größte Schiff der Welt, der Luxusdampfer "Queen
Elizabeth", trifft nach seiner geheimen Jungfernfahrt in New York
ein. Es wird von nun an als Truppentransporter benutzt.
- 8. 3.
Mit den sogenannten Polenerlassen wird das Leben von polnischen
Arbeitern im Deutschen Reich stark eingeschränkt. Kontakte mit
Deutschen sind ihnen untersagt.
- 9. 3.
Neue Jugendschutzgesetze verbieten Jugendlichen den Aufenthalt an
öffentlichen Orten nach Tagesende.
- 12. 3.
Finnland und die Sowjetunion schließen einen Friedensvertrag,
der den Finnen umfangreiche Gebietsabtretungen auferlegt.
- Aufgrund der alliierten Seeblockade werden die deutschen
Kohlelieferungen an Italien nun per Eisenbahn über die Alpen
durchgeführt.
- 14. 3.
Göring ruft zu einer Metallspendensammlung für die
Kriegswirtschaft auf.
- Die Evangelische Kirche im Reichsgau Wartheland verliert ihre
staatliche Anerkennung und hat nur noch Vereinscharakter.
- 17. 3.
Fritz Todt übernimmt das neugeschaffene Ministerium für Bewaffnung und
Munition.
- 18. 3.
Adolf Hitler
und
Benito Mussolini
treffen sich auf dem Brenner-Grenzbahnhof. Es ist ihre erste Begegnung
seit
Kriegsbeginn.
- 20. 3.
Nachdem das Parlament ihm das Mißtrauen ausgesprochen hat, tritt
der französische Ministerpräsident
Édouard Daladier zurück.
Der bisherige Finanzminister Paul Reynaud übernimmt das Amt.
- 28. 3.
Auf der Londoner Tagung des Obersten Kriegsrats können sich die
Vertreter Frankreichs und Großbritanniens nach dem
finnisch-sowjetischen Frieden nicht auf eine gemeinsame
Kriegsstrategie einigen.
- April
- 2. 4.
Italien ordnet die zivile Mobilmachung an. Damit können alle
Einwohner ab dem 14. Lebensjahr zu Zivilverteidigungsaufgaben
verpflichtet werden.
- 8. 4.
Die britische Marine beginnt mit der Verminung der norwegischen
Küste.
- 9. 4.
Ohne Kriegserklärung marschiert die deutsche
Wehrmacht in Dänemark und Norwegen ein. Dänemark kapituliert nach
einem Tag, ohne ernsthaften Widerstand leisten zu können. Der
norwegische König flieht aus Oslo in den Norden des Landes.
Schweden erklärt seine Neutralität gegenüber dem
deutschen Überfall.
- 14. 4.
Alliierte Truppen landen bei Narvik auf den norwegischen
Lofoteninseln.
- 21. 4.
Auf einer Kundgebung in Rom gibt Mussolini mit der Parole
"Arbeiten und Rüsten" den baldigen Kriegseintritt
Italiens bekannt.
- 25. 4.
Der norwegische König lehnt jede Verhandlung mit Deutschland ab,
solange Norwegen besetzt ist.
- 26. 4.
Tod des Chemikers und Nobelpreisträgers
Carl Bosch in Heidelberg.
- 30. 4.
In Lodz/Litzmannstadt wird ein bewachtes
Ghetto für Juden eingerichtet.
- Mai
- 3. 5.
Das Reichsluftfahrtministerium ordnet eine einheitliche und allgemeine
Verdunkelung für ganz Deutschland zwischen Sonnenuntergang und
-aufgang an.
- Die in Helsinki angesetzten Olympischen Spiele werden abgesagt.
- 10. 5.
Die Westoffensive der deutschen Truppen beginnt mit dem Einmarsch in
die neutralen Länder Niederlande, Belgien und Luxemburg.
- Vor allem wegen des Scheiterns seiner Appeasementpolitik
gegenüber Hitler muß der britische Ministerpräsident
Arthur Neville Chamberlain zurücktreten. Sein Nachfolger wird
Winston Churchill.
- Versehentlich bombardieren deutsche Flugzeuge Freiburg im Breisgau.
Der Angriff dient später zur Rechtfertigung des Bombenkriegs
gegen Großbritannien.
- 11. 5.
Die neue britische Regierung genehmigt die Bombardierung deutscher
Städte.
- 14. 5.
Der Wehrmacht gelingt mit dem Durchbrechen der französischen
Front bei Sedan die Abspaltung der französischen Truppen von
Briten, Belgiern und Niederländern. Damit ist die Einkesselung
der alliierten Truppen an der Nordseeküste möglich. Hitlers
Planung einer offensiven Kriegführung im Westen (Operation
"Sichelschnitt") hat sich als erfolgreich erwiesen. Die
Wehrmachtsführung unter
Walther von Brauchitsch
hatte Hitlers Planungen ursprünglich abgelehnt.
- 15. 5.
Die niederländische Armee kapituliert.
- In den USA werden die ersten Damenstrümpfe aus Nylon zum Verkauf
angeboten.
- 18. 5.
Nach den militärischen Mißerfolgen Frankreichs wird die
Regierung umgebildet. Der 85jährige Marschall
Henri Philippe Pétain wird Stellvertreter von Ministerpräsident Reynaud.
- Hitler befiehlt die Annexion belgischer Gebiete.
- 19. 5.
Reichsinnenminister
Wilhelm Frick verbietet der Zivilbevölkerung den Kontakt mit Kriegsgefangenen.
- 24. 5.
Wegen der deutschen Westoffensive beschließt
Großbritannien, seine militärischen Operationen in Norwegen
einzuschränken.
- 26. 5.
Das britische Expeditionskorps zieht sich in die Küstenstadt
Dünkirchen zurück. Die deutschen Panzerverbände
erhielten vor der Einkesselung von Hitler den Haltebefehl. Die von
Göring geplante Einschließung von der Seeseite aus durch
die deutsche Luftwaffe erwies sich als undurchführbar. Von dort
beginnt die Evakuierung von über 300.000 alliierten Soldaten
über den Ärmelkanal. Neben dem Einsatz aller
verfügbaren Boote und Schiffe durch die Briten gelingt die
Absetzbewegung auch durch die vielfache Hilfe privater Bootsbesitzer.
- 27. 5.
Rumänien schließt mit dem Deutschen Reich ein Abkommen
über den Austausch von Öl und Rüstungsmaterial ab.
- 28. 5.
Der belgische König erklärt die Kapitulation der Armee und
begibt sich in deutsche Kriegsgefangenschaft.
- 29. 5.
Arthur Seyß-Inquart wird zum Reichskommissar
für die Niederlande ernannt.
- 30. 5.
Mussolini erklärt der deutschen Regierung, daß Italien nun
in den Krieg eintreten werde.
- Juni
- 5. 6.
Die Großoffensive der deutschen Truppen in Frankreich beginnt
mit Durchbrüchen an der französischen Nordwestfront.
- Die französische Regierung wird erneut umgebildet. General
Charles de Gaulle wird in das Kriegsministerium berufen.
- 6. 6.
Das Wirtschaftsministerium erhält umfassende Vollmachten für
die Rationierung von Waren und Lebensmitteln in Deutschland.
- In den annektierten Gebieten Polens wird das deutsche Strafrecht
für die polnische Bevölkerung eingeführt. Zahlreiche
Vergehen werden nun mit der Todesstrafe belegt.
- 8. 6.
Die deutschen Truppen dringen weiter in Richtung auf die untere Seine
vor.
- 10. 6.
Italien erklärt Großbritannien und Frankreich den Krieg.
- Die letzten norwegischen Truppen kapitulieren.
- 14. 6.
Die Wehrmacht rückt in das zur "offenen Stadt"
erklärte Paris ein.
- Die ersten politischen Häftlinge werden in das
Konzentrationslager (KZ) Auschwitz
gebracht.
- 15. 6.
In einer Nachricht an die französische Regierung lehnt
US-Präsident
Franklin D. Roosevelt den geforderten Kriegseintritt ab.
- 15. - 17. 6.
Die Rote Armee besetzt die baltischen Staaten Estland, Lettland und
Litauen.
- 16. 6.
Die französische Regierung von Ministerpräsident Reynaud
tritt zurück. Pétain bildet ein neues Kabinett und bietet
am folgenden Tag der deutschen Armee einen Waffenstillstand an.
- 17. 6.
Der im niederländischen Doorn lebende Ex-Kaiser
Wilhelm II. gratuliert Hitler in einem Glückwunschtelegramm zur Kapitulation
Frankreichs.
- 18. 6.
In München trifft sich Hitler mit Mussolini, um die Bedingungen
für die französische Kapitulation zu besprechen.
- In London ruft General de Gaulle zur Fortführung des
französischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung auf. Er
erklärt die Gründung des "Nationalkomitees des Freien
Frankreich".
- 22. 6.
Zur Inszenierung der französischen Kapitulation wird in
Compiègne der Eisenbahnwagen benutzt, in dem 1918 die
Waffenstillstandsverhandlungen geführt worden sind.
- 28. 6.
Mit der erzwungenen Abtretung rumänischer Gebiete setzt die
Sowjetunion ihren Machtanspruch auf dem Balkan durch.
- Die britische Regierung erkennt das "Nationalkomitee" de
Gaulles als französische Exilvertretung an.
- Der italienische Faschistenführer Italo Balbo (1896-1940) wird
bei Tobruk (Libyen) mit seinem Flugzeug von eigenen Truppen
abgeschossen.
- 29. 6.
Tod des Malers Paul Klee in Muralto (bei Locarno).
- Juli
- 1. 7.
Josef W. Stalin lehnt das Bündnisangebot Großbritanniens ab.
- 3. 7.
Nach Ablauf des Ultimatums an die französische Algerienflotte,
sich den britischen Streitkräften anzuschließen oder sich
selbst zu versenken, befiehlt Churchill ihre Zerstörung durch die
britische Marine.
- 8. 7.
Schweden erlaubt den Transit von deutschen Rüstungstransporten
nach Nordnorwegen.
- 9. 7.
Mit einer Denkschrift an Hitler beginnt der Protest der Kirchen gegen
die "Euthanasie"-Maßnahmen. Im Zuge der
"Euthanasie" werden mindestens 70.000 Bewohner von Pflege-
und Heilanstalten ermordet.
- 10. 7.
Der NS-Ideologe
Alfred Rosenberg rechtfertigt die Besetzung Dänemarks und Norwegens mit Bezug auf
die "nordische Schicksalsgemeinschaft".
- Die deutsche Luftwaffe beginnt mit schwerer Bombardierung
Südenglands.
- 12. 7.
Marschall Pétain erklärt sich zum Nachfolger des
zurückgetretenen französischen Präsidenten.
- 16. 7.
Hitler befiehlt unter dem Operationsnamen "Seelöwe" die
Planung zur Invasion Englands.
- 19. 7.
Hitler richtet ein "letztes Friedensangebot" an
Großbritannien.
- 21. 7.
Die neuen Volksvertretungen in den baltischen Staaten
beschließen die Eingliederung von Estland, Lettland und Litauen
in die Sowjetunion.
- 26./27. 7.
Die Regierungschefs von Bulgarien und Rumänien führen auf
dem Obersalzberg Gespräche mit Hitler über die politische
Ordnung auf dem Balkan.
- August
- 2. 8.
Ein französisches Kriegsgericht verurteilt de Gaulle als
Gründer des "Komitees Freies Frankreich" in Abwesenheit
zum Tode.
- 5. 8.
Ministerpräsident Churchill erläßt Anweisungen
für den Kriegszustand, womit vor allem die
Luftschutzmaßnahmen verstärkt werden sollen.
- 7. 8.
Baldur von Schirach wird zum Gauleiter und Reichsstatthalter von Wien ernannt. Sein
Amtsnachfolger als Jugendführer wird Artur Axmann.
- 8. 8.
Die britische Regierung schließt mit de Gaulle und dessen
französischen Truppen ein Militärabkommen.
- 9. 8.
Reichswirtschaftsminister Walther Funk verbietet Juden jeglichen Besitz von Vermögen.
- 13. 8.
Mit dem "Adlertag" beginnt der Großangriff der
Luftwaffe gegen die britischen Inseln. Da kein entscheidender Erfolg
erzielt werden kann, konzentrieren sich die Angriffe auf
Südengland.
- 20. 8.
Die Bischofskonferenz verbietet katholischen Einrichtungen, die
"Euthanasie"-Maßnahmen in Pflege- und Heilanstalten zu
unterstützen.
- 21. 8.
Der russische Revolutionär
Leo D. Trotzki
stirbt in Mexiko an den Folgen eines Mordanschlags, den ein Agent des
sowjetischen Geheimdiensts auf ihn verübt hat.
- 30. 8.
Deutschland und Italien entscheiden sich in der
ungarisch-rumänischen Territorialfrage für die Abtretung des
nördlichen Siebenbürgens an Ungarn.
- September
- 2. 9.
Für die Lieferung von 50 alten Zerstörern an
Großbritannien erhalten die USA militärische
Stützpunkte auf britischen Karibikinseln.
- 5. 9.
Im Rahmen einer Filmwoche wird in Venedig der antisemitische Film
"Jud Süß" von
Veit Harlan uraufgeführt.
- 15. 9.
Die schweren Verluste der Luftwaffe bei der "Battle of
Britain" genannten
Luftschlacht bedeuten praktisch die deutsche Niederlage im Kampf um die
Luftherrschaft über England. Kurz darauf wird die geplante
Invasion ohne neuen Termin verschoben.
- 16. 9.
In den USA wird erstmals die Wehrpflicht in Friedenszeiten
eingeführt.
- 18. 9.
Die Kunst- und Kulturwerke der jüdischen Bankiersfamilie
Rothschild in Frankreich werden nach Deutschland transportiert. Teile
davon kommen in den Privatbesitz von Göring und Rosenberg.
- 19. 9.
Die Vichy-Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs klagt den
Ex-Ministerpräsidenten Daladier und dessen Kriegskabinett wegen
der Niederlage an.
- 27. 9.
In Berlin unterzeichnen Deutschland, Italien und Japan das
Dreimächteabkommen, das allen drei eine umfassende Expansion
ermöglichen soll. Zugleich soll damit ein Kriegseintritt der USA
verhindert werden.
- Oktober
- 2. 10.
In Warschau wird ein
Ghetto für die jüdische Bevölkerung geschaffen.
- 3. 10.
Der 71jährige Chamberlain verläßt aus gesundheitlichen
Gründen die britische Regierung.
- 9. 10.
Churchill wird als Nachfolger von Chamberlain Vorsitzender der
britischen Konservativen.
- Die französischen Truppen von General de Gaulle setzen sich trotz
der Bekämpfung durch das Vichy-Regime in Kamerun fest.
- 15. 10.
In New York wird
Charlie Chaplins Film "Der große Diktator", eine Parodie auf Hitler,
uraufgeführt.
- 18. 10.
Göring wird mit der Ausarbeitung eines neuen Vierjahresplans
beauftragt.
- 21. 10.
Hitler beginnt eine mehrtägige Reise nach Westeuropa, bei der er
den spanischen Diktator General
Francisco Franco zum Kriegseintritt bewegen will.
- 28. 10.
Italien erklärt Griechenland den Krieg und eröffnet von
Albanien aus eine Offensive.
- November
- 5. 11.
Als einziger Kandidat in der Geschichte der USA wird Roosevelt zum
dritten Mal zum Präsidenten gewählt.
- Reichsarbeitsminister
Franz Seldte zieht eine positive Bilanz der Halbtagsarbeit von Frauen außer
Haus.
- 9. 11.
In Rumänien gründen Angehörige der deutschen Minderheit
eine NSDAP.
- Arthur Neville Chamberlain stirbt in Heckfield (bei Reading).
- 11. 11.
Die polnische und die tschechische Exilregierung in London vereinbaren
eine stärkere Kooperation ihrer Widerstandsbewegungen.
- 12. 11.
Der sowjetische Volkskommissar für Äußeres,
Wjatscheslaw M. Molotow, kommt zu Gesprächen nach Berlin, wo Hitler ihn von einem
Bündnis zur Niederwerfung Großbritanniens überzeugen
will.
- 14. 11.
Durch einen deutschen
Luftangriff werden das Stadtzentrum und die Kathedrale von Coventry
(Mittelengland) zerstört.
- 15. 11.
Die deutsche Polizei in Warschau riegelt das jüdische Ghetto mit
400.000 Juden von der Außenwelt ab.
- 20. 11.
Ungarn tritt dem Dreimächtepakt bei.
- 21. 11.
Die bisher von vier Gesellschaften produzierten Wochenschauen werden
zur "Deutschen Wochenschau" unter der Kontrolle von Goebbels
zusammengefaßt.
- 24. 11.
Die Vertreter der Slowakei unterzeichnen in Berlin den Beitritt zum
Dreimächtepakt.
- 28. 11.
Der antisemitische Propagandafilm "Der ewige Jude" wird in
Berlin vorgestellt.
- Dezember
- 8. 12.
Churchill schildert dem US-Präsidenten Roosevelt die
katastrophale finanzielle Lage Großbritanniens.
- 9. 12.
Die britische Armee beginnt überraschend eine Gegenoffensive
gegen die italienischen Truppen in Ägypten.
- 13. 12.
Der französische Regierungschef Pétain entläßt
seinen Stellvertreter und Außenminister
Pierre Laval und stellt ihn unter Arrest. Laval hatte auf eine stärkere
Kollaboration mit den Deutschen gedrängt und sich so gegen die
Interessen Pétains gewandt.
- 17. 12.
Roosevelt legt ein Leih-Pacht-Gesetz vor, mit dem die britische
Kriegswirtschaft durch amerikanische Kredite gestärkt werden
soll.
- In Nordafrika rückt die britische Armee in die italienischen
Kolonien ein.
- 18. 12.
Hitler gibt die Weisung für den "Fall Barbarossa" aus.
Damit wird der deutsche
Angriff auf die Sowjetunion für Mai 1941 vorbereitet.
- 19. 12.
Italien bittet wegen der britischen Offensive in Libyen um Entsendung
einer deutschen Panzerdivision.
- 21. 12.
Tod des amerikanischen Schriftstellers
F. Scott Fitzgerald
in Los Angeles.
- Außerdem:
- Johannes R. Becher: Abschied (Roman)
- Werner Bergengruen: Am Himmel wie auf Erden (Roman)
- Bertolt Brecht: Das Verhör des Lukullus (Hörspiel)
- Arno Breker:
Kameraden
- Walt Disney (1901-1966): Pinocchio (Film)
- Lion Feuchtwanger: Exil (Roman)
- Graham Greene (1904-1991): Die Kraft und die Herrlichkeit (Roman)
- Ernest Hemingway: Wem die Stunde schlägt (Roman)
- Wolfgang Liebeneiner (1905-1987): Bismarck (Film)
- Curt Oertel (1890-1960): Michelangelo (Film)
- Heinrich Sutermeister (1910-1995): Romeo und Julia (Oper)
(mw)
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